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FÜRACKER: 223.876 EURO FÜR SCHNELLES INTERNET AUF DER FRAUENINSEL IM CHIEMSEE
Heimatminister übergibt Förderbescheid für Breitbandausbau // Spatenstich für Seekabel durch den Chiemsee zur Erschließung der Fraueninsel

„Auf dem Weg zur Datenautobahn. Der Ausbau von schnellem Internet läuft in Bayern auf Hochtouren. Die Gemeinde Chiemsee, Landkreis Rosenheim, erhält 223.876 Euro Förderung für den Breitbandausbau auf der Insel Frauenchiemsee. Die Haushalte der einzigen Inselgemeinde in Bayern werden künftig mit einem Glasfaser-Seekabel durch den Chiemsee an das Gigabitnetz angeschlossen. Damit haben bereits 1.709 Gemeinden und mehr als 80 Prozent aller bayerischen Kommunen einen Förderbescheid erhalten“, freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Übergabe des Breitband-Förderbescheides an den 1. Bürgermeister der Gemeinde Chiemsee, Georg Huber, am Freitag (18.5.) auf der Fraueninsel. Im Anschluss erfolgte der gemeinsame Spatentisch für den Bau eines Seekabels durch den Chiemsee zum Breitbandanschluss der Fraueninsel zusammen mit der Telekom AG.
In Bayern sollen alle Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden, auch die von Wasser umgebenen. Die Gemeinde Chiemsee ist mit ihrer Lage im See schon etwas Besonderes in Bayern. „Die Erschließung der Inselhaushalte mit einem Kabel durch den größten See in Bayern ist einzigartig und eine besondere Herausforderung. Der heutige Tag zeigt, dass wir auch diese mit Erfolg angehen“, hob Füracker hervor.
„Unsere Breitband-Strategie ist genau richtig für Bayern und ermöglicht Glasfaser bis ins Haus. Wo dies geschieht entscheiden allein die Gemeinden im Rahmen ihrer kommunalen Planungshoheit“, so Füracker.
„Breitband ist Zukunft. Nur wo Breitband vorhanden ist, werden Arbeitsplätze entstehen und erhalten. Ziel sind hochleistungsfähige Breitbandnetze mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s. Hierfür stellt der Freistaat Bayern bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung – eine bundesweit einzigartige Summe. Unsere Breitbandförderung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums“, betonte Füracker. Die Gemeinden in Oberbayern engagieren sich stark beim Breitbandausbau. Mit 477 Gemeinden befinden sich in Oberbayern 95 Prozent im Förderverfahren. 393 Kommunen wurde inzwischen eine Fördersumme von insgesamt mehr als 165 Millionen Euro zugesagt. Ein Großteil der Fördermittel von rund 365,7 Millionen Euro für Oberbayern ist aber noch offen. „Investieren Sie weiter in den zukunftsweisenden Ausbau des schnellen Internets und schließen Sie auch kleine Ortschaften an“, appellierte Füracker.
Der Ausbau von schnellem Internet geht mit Riesenschritten voran. Bayernweit sind bereits 98 Prozent (2.005) aller Kommunen in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. 1.709 Kommunen starten mit einer Gesamtfördersumme von über 763 Millionen Euro in die Bauphase. Bei diesen Projekten werden rund 40.000 km Glasfaserlei-tungen verlegt und weit über 700.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt, vor allem im ländlichen Raum. Rund 95.000 Haushalte erhalten einen Glasfaseranschluss bis in die Gebäude. Mehr als 1.000 Maßnahmen sind bereits abgeschlossen und in Betrieb. Seit Ende 2013 wurden über 1,8 Mio. Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen. Das sind mehr Haushalte als die Bundesländer Bremen, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Schleswig-Holstein jeweils insgesamt haben. In allen bayerischen Gemeinden ist mittlerweile ein Glasfaseranschluss vorhanden – alle Gemeinden sind auf der Datenautobahn. Wichtige Hilfe für die Kommunen ist die Beratung durch die Breitbandmanager an den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. In über 8.300 persönlichen Gesprächen wurde jede Gemeinde beraten.
Am 1. Juli 2017 startete mit dem Höfebonus die nächste Stufe der bayerischen Gigabit-Initiative. Damit sollen vor allem dünn besiedelte Flecken Bayerns mit Glasfaser bis ins Gebäude (FTTB) erschlossen werden. „Auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte Bayerns wollen wir an die Datenautobahn anschließen. Das sind vor allem Kommunen mit vielen Streusiedlungen und Hoflagen. Gerade diese Gemeinden wollen wir beim Ausbau von noch unversorgten Bereichen zusätzlich unterstützen. Im Regierungsbezirk Oberbayern können vom Höfebonus voraussichtlich 110 Kommunen mit rund 80 Millionen Euro profitieren und bisher unversorgte Bereiche erschließen. Die bisherigen individuellen Förderhöchstbeträge der Kommunen werden verdoppelt. Der Fördersatz wird auf 80 % angehoben. Kommunen mit einem bereits erhöhten Fördersatz von 90 % behalten diesen. „Damit können auch kleine Weiler und Einzelgehöfte an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Bayern braucht flächendeckend schnelles Internet“, so Füracker.

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